Mit einem zukunftsweisenden Projekt setzen die König Ludwig Stiftung, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth (WBG) und die infra fürth gmbh (infra) ein starkes Zeichen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken und hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung: Im Teilbereich Hardhöhe Billinganlage wurde ein Nahwärmenetz („Inselnetz“), das vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben und bilanziell CO₂-neutral sein wird, erstellt.
Ursprung in klimafreundlichem Neubauprojekt
Ausgangspunkt für die Idee war die Projektentwicklung der König Ludwig Stiftung, welche vollumfänglich von der WBG betreut wird, für den Neubau von 110 vollstationären Pflegeplätzen im Stillen Winkel 14. Der Neubau sollte die Anforderungen an ein klimafreundliches Gebäude (KFN) der Effizienzhaus-Stufe 40 stellen. Damit stößt das Gebäude im gesamten Lebenszyklus so wenig CO₂ aus, dass es die Kriterien des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus“ erfüllt und nicht mit fossilen Energien wie Öl oder Gas beheizt wird. Der Neubau wird im Frühjahr 2026 fertiggestellt.
Im ersten Schritt wird das Wärmenetz den Neubau im Stillen Winkel 14 mit 110 Pflegeplätzen versorgen. In weiteren Bauabschnitten entstehen zusätzlich rund 75 betreute Mietwohnungen, die ebenfalls angeschlossen werden. Mittelfristig können auch Bestandswohnungen der Stiftung im direkten Umfeld integriert werden – für eine nahezu klimaneutrale Wärmeversorgung der gesamten Siedlung. Dies wurde bei der Projektentwicklung von Anfang an mitgedacht.
Rolf Perlhofer, Vorstand der Stiftung und Geschäftsführer der WBG: „Wärmenetze sind ein zentraler Baustein für die Energiewende: Sie ermöglichen eine effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung, indem sie erneuerbare Energien bündeln und lokal nutzbar machen.“ und weiter: „Ein Anschluss an ein Wärmenetz ist meist deutlich klimafreundlicher und effizienter als viele individuelle Heizungsanlagen.“