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Bauprojekte
04.03.26

Ersatzneubau des ehemaligen Stiftungsaltenheims fertiggestellt

Meilenstein für die König Ludwig Stiftung

Mit der Fertigstellung des Ersatzneubaus des ehemaligen städtischen Stiftungsaltenheims „Block C“ im Stillen Winkel 14 erreicht die König Ludwig Stiftung einen bedeutenden Meilenstein ihrer Entwicklung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 22,5 Mio. Euro handelt es sich um das bislang größte Bauprojekt in der Geschichte der Stiftung.

Nach dem Abriss des Bestandsgebäudes erfolgte im Juni 2024 der Spatenstich für den Neubau. 21 Monate später wird das Gebäude nun fertiggestellt — und damit sogar rund einen Monat früher als ursprünglich geplant.

Neben dem vorzeitigen Abschluss ist positiv hervorzuheben, dass sich das Projekt auch wirtschaftlich im geplanten Rahmen bewegt. „Mit der Fertigstellung dieses Neubaus setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der Pflege in Fürth. Als größtes Einzelprojekt in der Geschichte der König Ludwig Stiftung zeigt es, dass wir unserer Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung unseres Stiftungsvermögens und dem Zweck gerecht werden“, betont Rolf Perlhofer, Vorstand der König Ludwig Stiftung und Geschäftsführer der WBG Fürth.

Der Neubau bietet künftig 112 vollstationäre Pflegeplätze in 110 Zimmern inklusive eines beschützten Wohnbereichs auf vier Vollgeschossen sowie einem Untergeschoss. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.500 Quadratmetern entstanden moderne Pflege- und Funktionsbereiche, großzügige Gemeinschaftsflächen sowie Einzelzimmer mit eigenem Bad. Ergänzt wird das Raumangebot durch eine Vollproduktionsküche, Therapie-, Individual- und Aufenthaltsräume, ein Café sowie einen Multifunktionsbereich.

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Auch architektonisch setzt das Gebäude mit seiner besonderen Baukörperform (zwei miteinander verbundene Dreiecke und Laufwege gleich einer liegenden Acht) neue Maßstäbe und ermöglicht helle Bewohnerzimmer sowie kurze Wege mit guten Sichtbeziehungen für das Pflegepersonal.

„Wir sind sehr stolz darauf, dieses komplexe Bauvorhaben nicht nur im vorgesehenen Kostenrahmen, sondern auch vorzeitig fertiggestellt zu haben. Die sehr gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten und der intensive Prozess der Vorplanung war ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“ Und „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag die Stiftung zur sozialen Infrastruktur in unserer Stadt leistet“, so Perlhofer weiter.

Ein besonderer Fokus lag auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Der klimafreundliche Neubau entspricht der Effizienzhaus-Stufe 40 und erfüllt die Anforderungen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus“. Die Energieversorgung erfolgt über ein eigenes Wärmenetz mit 100 Prozent erneuerbaren Energien. Ergänzt wird dies durch eine Photovoltaikanlage mit ca. 100 kWp sowie extensive Dachbegrünungen und Versickerungsflächen für Regenwasser in den Außenanlagen.

Die bestehende Parkanlage wurde weitgehend erhalten und im Bereich des Baufeldes neu gestaltet. Es entstanden Begegnungsbereiche, großzügige Außenterrassen sowie Gemeinschaftsbalkone und ein geschützter Außenbereich für die Demenzstation.

Der Neubau wird künftig vom Pächter, der Gemeinnützigen Paritätischen Altenhilfe GmbH Nordbayern, betrieben. „Die neue Einrichtung gehört aus unserer Sicht zu den modernsten Pflegeeinrichtungen in Bayern. Die baulichen und funktionalen Voraussetzungen bieten beste Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige Pflege und ein modernes Betreuungskonzept“, erklärt Dieter Pflaum, Geschäftsführer der Paritätischen Altenhilfe GmbH Nordbayern.

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Personen von links nach rechts: Dr. Thomas Jung (Oberbürgermeister der Stadt Fürth), Bettina Honeiser (Dienststellenleitung), Rolf Perlhofer (Geschäftsführer der WBG der Stadt Fürth und Vorstand der König Ludwig Stiftung), Andreas Schad (Bereichsleiter, Mitglied der Geschäftsleitung Hochbau Nürnberg Köster GmbH), Dieter Pflaum (Geschäftsführer der Paritätischen Altenhilfe in Bayern), Dr. Benedikt Döhla (Referent für Soziales, Jugend und Kultur der Stadt Fürth)


Mit dem Projekt leistet die König Ludwig Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und zum Ausbau dringend benötigter Pflegeplätze in der Stadt Fürth und schafft gleichzeitig zukunftsfähige Rahmenbedingungen für eine moderne Pflegeinfrastruktur.

Bereits heute befindet sich die Stiftung in der konkreten Planung der Entwicklung der weiteren Gebäudeteile des Areals und bereitet die Umsetzung der nächsten Bauabschnitte vor. So ist unter anderem geplant, den an der Stiftungsstraße gelegenen Mittelblock teilweise neu zu errichten und dort künftig eine Tagespflegeeinrichtung sowie betreute Seniorenwohnungen zu schaffen. Der weitere Gebäudeblock wird modernisiert und ebenfalls um Wohnraum für Seniorinnen und Senioren sowie für Pflegepersonal ergänzt. Insgesamt sollen am Standort künftig rund 80 Wohnungen angeboten werden.

Nach Fertigstellung aller Bauabschnitte soll die Einrichtung als Gesamtstandort betrachtet werden, an dem sämtliche Bereiche des altersgerechten und bedarfsgerechten Lebens abgebildet sind. Im Leitbild des Betreibers und der „Pari-Pflege“ ist dabei der Wert der „höchsten Achtung der Individualität“ fest verankert. Ziel ist es, eine umfassende Versorgungskette – von ambulanten über teilstationäre bis hin zu vollstationären Pflegeangeboten sowie ergänzenden Serviceleistungen – unter einem Dach aufzubauen, um älteren Menschen eine bedarfsgerechte und individuelle Versorgung zu ermöglichen.

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth begleitete das Projekt von Beginn an und übernahm die Projektsteuerung. Planung und Bau wurden durch die Köster GmbH aus Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Böhm aus Schwabach umgesetzt.